Brauchtum erhalten - Zukunft gestalten

Das älteste Dokument, auf dem eine Erwähnung des Burschenvereins Unterschweinbach zu finden ist, ist ein Schriftstück des Dekans, der einen Besuch in der Pfarrgemeinde Günzlhofen durchführte. Bei der Visitation der Filiale Unterschweinbach 1934 (Aktenzeichen Dek. 087 vorläufig) ist unter Punkt 8 „Missstände und Hindernisse der Seelsorge. Dem kirchlichen Leben abträgliche Vereine“ ein Vermerk zu finden. Der damalige Pfarrer sah in der „wilden Burschenvereinigung Unterschweinbach“ ein Problem für seine Seelsorge.

Diese Beschreibung kommt daher, dass die anderen (katholischen) Burschenvereine als Präses den jeweiligen Ortspfarrer hatten, der die Vereine im kirchlichen Sinne führen konnte.
Die erste urkundliche Erwähnung des Burschenvereins Unterschweinbach nach dem zweiten Weltkrieg geht zurück auf das Jahr 1947. Diese ist ein Eintrag im Kassenbuch des damaligen Kassiers Georg Holzapfel. Dort ist die Rede von einem Kassenstand von 773 Reichsmark am 1. Mai 1947, zustande gekommen durch erste Mitgliedsbeiträge und eine Maibaumsammlung.

Kassenbuch, Seite 1 und 2

Laut Zeitzeugenberichten entstanden damals wie heute die besten Ideen des Burschenvereins beim Wirt. Schätzungsweise 1946, in der Nacht vom 30. April, saßen die Unterschweinbacher Burschen beim „Pauliwirt“ (Tavernenwirtschaft Heiß) zusammen und kamen nach der ca. 8. Mass auf die glorreiche Idee, einen Maibaum aufzustellen. Wegen akuten Zeitmangels ging es direkt vom Tisch in den Wald nach Poigern. Glücklicherweise stand genau in diesem Wald der gesuchte Maibaum. Als das Objekt der Begierde auf dem Reschneider-Wagen verladen war, traten sie wieder den Heimweg an. Entgegenkommender Verkehr ließ die Aktion fast auffliegen, hätten sich die todesmutigen Burschen nicht mitsamt dem Baum sofort in den Graben gestürzt. Da der Baum so unglücklich im Graben lag, musste schweres Gerät, ein Schimmel aus der Kumpfmühle, ausgeborgt werden. Nach all den Mühen in Unterschweinbach angekommen wurde der Baum mit vereinten Kräften ungespitzt in den Boden vor der Kirche gerammt. Am nächsten Morgen war das Erstaunen der Kirchgänger groß. Genau dieser Maibaum wurde dann im Jahr drauf für 10 Reichsmark verkauft und fand damit Platz im ersten Eintrag des anfangs genannten Kassenbuchs.

Noch im selben Jahr veranstalteten die Burschen mehrere gut besuchte Tanzveranstaltungen im damaligen Stammlokal „Pauliwirt“. Bei einer dieser Feierlichkeiten kam es zu einer wilden Rauferei, der die halbe Wirtschaftseinrichtung zum Opfer fiel.
Bei der Glockenweihe 1950 waren die Burschen tatkräftig beteiligt. Zu dieser Zeit zählte der Burschenverein bereits über 20 Mitglieder. Sie übernahmen die ehrenvolle Aufgabe, das neue Geläut von der Gießerei zur Kirche zu begleiten. Dies taten sie entweder mit ihren NSU-Rädern oder zu Pferd.

Die Burschen hoch zu Ross

Mit dem Geld, das noch von den Festen übrig geblieben war, konnten die Burschen 1956 ihren ersten Burschenausflug nach Italien mitfinanzieren.
Sie fuhren mit einem Reisebus der Gebrüder Harrer von Unterschweinbach über Starnberg, Murnau, Garmisch, Mittenwald, Innsbruck, den Brennerpass nach Italien. Nach mehrmaligen „Bislstopps“ legten sie in Sterzing (Südtirol) einen Halt zum Mittagessen ein.
Durch die Teilung Nord und Südtirols war der Ort Sterzing stark vom Militär bewacht.
Nach eineinhalb Stunden Pause ging es weiter Richtung Bozen, von dort Südwestlich nach Cortina d‘Ampezzo. Am Fuße von den „drei Zinnen“ (in Wahrheit drei unbekannte Berge in der Nähe der drei Zinnen, welche sich unter Alkoholeinfluss unglaublich stark ähneln) liegt der Ort Canazei mit dem See Misurina und einem Berghotel, in dem sie eine Nacht untergebracht waren. Dies alles für 5 DM Eigenanteil und 5 DM aus der Burschenkasse. Für 10 DM zwei Tage Abendessen, Übernachtung und Frühstück, einschließlich Fahrt.

…und auf ihren NSU-Rädern

Die folgenden Burschenausflüge gingen dann nach Bad Ischl und auf die Insel Mainau am Bodensee. Genaueres ist hierzu leider nicht mehr berichtet. Diese Ausflüge waren möglich, da sie immer wieder durch verschiedene Betteltänze im Schoambacher Stammlokal mitfinanziert wurden.

Mittagsschlaf im Bus

Von den darauf folgenden Jahren sind leider keine Unterlagen oder Geschichten mehr erhalten. Einzige Ausnahme ist eine Abrechnung zu einem Betteltanz aus dem Jahre 1965, mit Gesamteinnahmen von 403 DM und Gewinn von 59 DM. Dieser wurde damals von 29 Burschen erwirtschaftet. Der Betteltanz war also eine langjährige Unterschweinbacher Tradition, die wohl bis Ende der 60’er gepflegt wurde.

Nach all diesen Höhen erlebte der Verein natürlich auch Tiefen. Eine dieser Tiefen war der Burschenball von 1966, der mit einem Verlust von 106,07 DM endete. Erzählungen behaupten, dass Ortsstreitigkeiten die Besucherzahl und dadurch auch die Einnahmen plötzlich sinken ließen.
Dieser Vorfall konnte am ersten Mai mit Hilfe eines Maitanzes und einem Gewinn über 198,00 DM kompensiert werden. Es wird erzählt, dass diese Versöhnungsfeier auch zu einigen späteren Hochzeiten beitrug.
Trotz einiger Startschwierigkeiten beim Burschenball, wurde dieser in den Folgejahren wiederholt. Nachdem man damals 3 DM Eintritt verlangte, ging er bereits 1967 mit einem Gewinn von 226 DM zu Ende. Tatkräftig veranstaltet wurde er damals von bereits 36 Burschen. Deren Anzahl wuchs auch in den nächsten Jahren beständig. 1969 waren es nun 51 Mitglieder.
Der Verein nahm 1974 am Knödelwettessen in nahegelegenen Ort Tegernbach teil. Den Sieger erwartete ein “altdeutscher Maßkrug mit Zinndeckel“. Ziel war es, so viele zuvor abgewogene Knödel wie möglich zu verspeisen, ohne dass sich die Teilnehmer während des Wettkampfs erleichtern durften. Der Sieger mit 24 vernichteten Knödeln war selbstverständlich ein Schoambacher und stolzer Besitzer eines Gemischtwarenhandels.
 
Nachdem Anfang der 70’er Jahre die geliebte Pauliwirtschaft abgerissen wurde, musste sich der Verein nun für Versammlungen unter anderem beim Gasthaus Staffler in Oberschweinbach und im Gasthaus Helgemeier in Tegernbach treffen. Und weil die Burschen so unwiderstehlich sind, verliebte sich eine der Wirtstöchter und wurde auch Schoambacherin.
Ab 1975 ist bekannt, dass bei Heirat ein Mitglied des Burschenvereins automatisch ausscheidet und einen Ausstand für den kompletten Verein, zu dieser Zeit immerhin 51 Mitglieder, bezahlen muss. Die ersten von denen dies überliefert ist, waren Traichel Reinhold und Öchsl Stefan.
In diesen Jahren wurde auch regelmäßig ein Fußballspiel gegen den Burschenverein Aufkirchen veranstaltet, bei dem der Erlös wohltätigen Zwecken (z.B. dem Roten Kreuz Fürstenfeldbruck) zugeführt wurde.
Im Jahr 1978 wurde dann wieder der erste Burschenball seit vielen Jahren veranstaltet, allerdings im Aufkirchener Gasthaus Berghammer, da es zu diesem Zeitpunkt keine Wirtschaft in Unterschweinbach gab. Die Beteiligung der Schoambacher war überschaubar: Nur zwei Paare fanden den Weg nach Aufkirchen. Dieser selbstlose Einsatz wurde von den Burschen mit je einer Flasche Sekt Anwesenheitsprämie ausgezeichnet.

Burschenball

Krise im Jahr 1980. Der damalige Vorstand tritt vorzeitig von seinem Amt zurück und mehrere Burschen erklären auf einer kurzfristig angesetzten Versammlung, plötzlich ihren frühzeitigen Austritt. Dies wurde durch interne Unruhen verursacht. Doch die eingeschweißte Gemeinschaft überstand auch diese schwere Zeit.

Jaudus mit Bernhard Hans, Scheidler Peter, Heigl Hubert

In den Krisenjahren sind nur Berichte über das Maibaumaufstellen zu finden. Doch auch das stand unter einem schlechten Stern: 1981 wurde das Gut Nannhofen stark strapaziert. Zusätzlich zum in der Presse viel diskutierten Waldsterben kam es zu einer Massenfällung durch den Burschenverein. Erst im siebten Anlauf gelang es, einen geeigneten Baum aus dem Holz zu ziehen. Einen Tag bevor man diesen dann aufstellte, wurden auch noch die Kränze geklaut. Noch in der selben Nacht ließ man sich vom Schmied in Aufkirchen zwei Ringe schneiden, die dann von den Burschen und ihren tüchtigen Freundinnen gebunden wurden.

Fleißige Hände beim Kranzbinden

Aber nach der Krise folgte der Boom im Verein. 1983 wurde wieder auf einen Burschenausflug gefahren, das erste Gartenfest und das erste Jaudusfeuer veranstaltet und bei einem Wattrennen mitgewirkt, außerdem fand der Verein seine neue Heimat, die ihm bis heute erhalten geblieben ist: Das Gasthaus Postmeister.
Das erste Gartenfest war ein voller Erfolg. Es fand statt beim Anwesen von Baptist Oswald im noch bestehenden Kastaniengarten. Später fand das Fest auch bei der Familie Plabst an der Kumpfmühle und bis 1995 die der Familie Scheitler statt.

Die Buschen beim Festeinzug

1984 wurde erstmals einheitliche Kleidung für den Burschenverein beschlossen. In diesem Jahr wurden einheitliche Trachtenjanker für die Mitglieder angeschafft. Diese Idee wurde 2007 erneut aufgegriffen.
Beim Veteranengründungsfest 1985 engagierten sich die Burschen neben ihren normalen Veranstaltungen mit Zeltwache und organisierten am Festabend ein Wettsägen mit Tanz und Loseverkauf. Erster Preis war ein Faß Bier, als zweiten Preis gab es Asbach-Cola, auf den anderen Plätzen folgten Bacardi-Orange, Sekt und Wein. Als Trostpreis gab es immerhin noch 2 Maß Bier. Eintrittspreis waren 5 DM.
In diesem Jahr erreichte der Verein einen neuen Höchststand von 54 Mitgliedern.

Wettsägen

Einziger schwarzer Fleck war der Tod vom langjährigen Ehrenmitglied Josef Iten (Spitzname „Fuzi“), der dem Burschenverein lange Zeit in der Pauliwirtschaft das Bier ausschenkte. Über diesen erzählt man sich bis heute noch eine Geschichte. Als Dienstbote der Familie Plabst kam er eines Tages nach einer durchzechten Nacht nach Hause. Er sollte die Milch vom Hof zum Abholplatz des Milchwagens ins Schoambacher Dorfzentrum bringen. Als er auf seinem Fuhrwerk allerdings einschlief, brachte ihn sein treuer Schimmel wie jeden Tag an seine üblichen Haltestellen (Pauliwirtschaft usw.) im Ort, so dass er erst Stunden später wieder zum Hof zurückkam, dafür aber ausgeschlafen und mit Milch.
In den 80er Jahren zeigte der Burschenverein auf verschiedenen Fahnenweihen immer wieder Präsenz, dabei blieb vor allem der Tagesausflug 1986 zur Fahnenweihe nach Hohenkammer in Erinnerung.
1986 kam es beim Abbrennen des Jaudus zu einem kleinen Eklat. Nachdem die Veranstaltung beendet war, erhielt der Vorstand einen Brief vom Bürgermeister, dass der Platz in „einem desolaten Zustand“ hinterlassen wurde und das „dürre Gras mit den darin lebenden Kleintieren“ verbrannte. Seitdem musste der Burschenverein seine Sicherheitsmaßnahmen beim Osterfeuer etwas ausbauen.

1988: Die Burschen präsentieren ihre Trikots, die ihnen bis heute erhalten geblieben sind.

In diesem Jahr veranstaltete der Burschenverein außerdem ein internes Wattturnier in seinem Stammlokal, welches mit reger Beteiligung angenommen wurde.
Im darauf folgenden Jahr 1987 nahm der Verein erstmals am Burschenturnier in Einsbach teil. Zu dieser Veranstaltung trugen die Mitglieder ihre neu angeschafften Trikots, die bis heute existieren und verwendet werden.
Ende der 80er nahm der Burschenverein auch an verschiedenen Veranstaltungen teil, darunter ein Hallenturnier in Maisach und dem alljährlichen Spendenfußballspiel in Aufkirchen. Ziele des Burschenausflugs waren unter Anderem Bad Uffenheim und Pragstal in Südtirol. Der Verein war nun auf 60 Mitglieder angewachsen.
Außerdem wurde 1989 ein Stammtisch beschlossen der sich alle 14 Tage beim Gasthaus Postmeister trifft und von den Altburschen in verschiedenen Abständen bis heute gepflegt wird.
In den 90ern ist nur wenig über den Burschenverein erhalten. Die Mitgliederzahl bewegte sich zwischen 53 und 58 Mitgliedern. Es wurde alljährlich das Gartenfest veranstaltet, u.a. mit der Blaskapelle „Ilmtal-Express“ und Festbands wie „Formel 1“. Außerdem gab es Ausflüge zu Zielen wie der bayerischen Stadt Würzburg oder nach Rastatt in Baden-Baden. Natürlich wurden auch weiterhin Traditionen wie das Maibaumaufstellen und das Osterfeuer fortgeführt.
Besondere Kuriosität aus dem Jahr 1991 ist die Quittung der Band, die nur auf einem Pappteller festgehalten wurde (s. Bild).

1991 wurden von den Burschen unsere heutigen Barteile gebaut, an denen sich unsere Gäste jedes Jahr am Hallenfest erfreuen können.
Beim damaligen Gartenfest wurde anscheinend ein „Maßkrug-Weitwurf-Wettbewerb“ veranstaltet, da 60 der Krüge bei der Veranstaltung zu Bruch gingen.
Wie jedes Jahr gab es im Jahre 1993 auch eine Jahreshauptversammlung bei der man in diesem Jahr allerdings in Hoffnung auf eine hohe Teilnehmerzahl mit dem Satz „zur gemütlichen Umrahmung des Abends wird Freibier ausgeschenkt“ auf der Einladung geworben hatte.
Im Jahr 1995, als auch wie immer viele der Burschen bei der Feuerwehr aktiv waren, kursierte bei jeglichen Veranstaltungen der Spruch: „Gehst hoam, hoist dei Uniform“. Daraufhin beschloss man, sich zu den seit 1985 gemeinsam gekauften Burschenjankern auch neue einheitliche Burschenhemden mit dem Aufdruck ‚Schoambacher Burschen‘ zu kaufen. Diese werden seitdem für Neumitglieder nachgekauft. Erstmals in voller Pracht zu bewundern war das Gewand bei der Fahnenweihe des Schützenvereins. Unterschweinbach war begeistert. Im Rahmen dieser Veranstaltung organisierte der BVU einen Tanzabend, für welchen sogar im Radio geworben wurde.

Maibaumaufstellen 1995

1996 wurden die Stehtische gebaut. Seit jeher werden sie in der ganzen Gemeinde bei vielen Veranstaltungen genutzt. Dank ihrer massiven Bauweise sind sie heute noch pfenningguad und sehen aus wie neu. 
Im Jahr darauf kamen diese dann zu ihrem ersten Großeinsatz. Die Burschen veranstalteten ihr erstes, mittlerweise legendäres, Hallenfest. Die Entscheidung für dieses Fest fiel Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse bei den Gartenfesten in den Jahren zuvor.
Beim Burschenausflug nach Bad Windsheim 1997 ging es mal wieder rasant zur Sache. Zusätzlich zu den ‚normalen‘, quasi vorher kalkulierten Kosten, kam hier noch eine Nachzahlung hinzu: Blumentöpfe (150 DM), 10 Weißbiergläser (45 DM), Extra Personalkosten (50 DM), Spaß beim Burschenausflug (unbezahlbar). Böse Zungen behaupten allerdings das lag an der Mitreise eines weiteren Burschenvereins aus der Gemeinde, der hier jedoch nicht namentlich genannt werden möchte.
In einigen Jahren wurde bei Versteigerungen des Schützenvereins ein Christbaum ersteigert, der auf den Burschenweihnachtsfeiern als Dekoration dienen konnte. Der Erlös ging einem wohltätigen Zweck zu Gute.
Seit 1998 gab es dann einen neuen Höhepunkt im Burschenjahr. Das für die Bürger des Ortes konzipierte Weinfest. Nach schweren Anfangsjahren entwickelt sich dieses Fest nun immer mehr zum Publikumsmagneten für jung und alt und die Kapazität der Reischlhalle wird mehr und mehr strapaziert.
Ende des Jahrzehnts nahm der Verein an einem Maibaumwettbewerb der Volksbank Fürstenfeldbruck teil, bei dem es allerdings nur zu einem Trostpreis reichte, der aus einem Gutschein für einen Kasten Bier bestand.
2003 spendierte der Radiosender 106.4 jedem Verein, der einen Maibaum aufstellte 100 Liter Bier. Die Unterschweinbacher nahmen dankend an. Im selben Jahr wurde eine Änderung in der Organisation des Hallenfests durchgeführt. Da 2002 nach 24 Uhr mehrere Jugendliche von der Polizei ausfindig gemacht wurden, ist mittlerweile immer ein Sicherheitsdienst anwesend.
Ab 2004 wird es offiziell was viele schon vermutet haben. Unter den Vorständen Michael Plabst und Stephan Traichel werden die Burschen zum eingetragenen „Burschenverein Unterschweinbach e.V.“. In diesem Jahr fuhr man auch zum bisher letzten Mal mit einem Bus zu einer Fahnenweihe. Ziel der Reise: Ecknach. Typisch für dieses Fest waren brechende Frauen und zerbrochene Bänke.
Auch im neuen Jahrzehnt fiebern die Burschen immer wieder aufs Neue der Belohnung für die viele Arbeit entgegen: Dem Burschenausflug. Doch nicht nur die Burschen freuen sich, auch die Menschen in den Orten, die besucht werden. Jeder Ausflug schreibt seine eigenen, unvergleichlichen Geschichten, die jedoch meist nicht nach außen dringen sollten. Ein Dank geht hierbei an die verständnisvollen Busfahrer, denen keine Bislpause zu viel ist. Und falls doch einmal zu lange keine Raststätte aufzufinden ist, haben die Busse immer einen Eimer dabei. Und sollte der Bus mal eingeparkt sein, hat man ja viele kräftige Männer dabei, die ein im Weg stehendes Fahrzeug zur Seite heben können. Des weiteren gebührt auch den engagierten Reiseleitern ein Dank, da sie uns jedes Jahr aufs Neue die Schönheit der bajuwarischen und umliegenden Kleinstädte zeigen. Auch wenn sie sich mit der Buchung der Hotels und Busse nicht unbedingt hetzen lassen.
Gleich im ersten Jahr des offiziellen Vereinsbestehens kam es zu einem meldepflichtigen Zwischenfall. Beim Fällen des alten Maibaums fiel dieser aufgrund einer Windböe zielgenau auf eine Straßenlampe, die sich als nicht resistent genug erwies. (Foto)

Bei der Weihnachtsfeier 2005 staunten die Burschen nicht schlecht, als sie die Speisekarte lasen: (Bild Speisekarte)

Nachdem mehr als die Hälfte jedoch ‚Schnitzel mit Pommes‘ bestellt hatte, stellte sich heraus, dass es sich hierbei nur um einen hinterlistigen Scherz des Vorstands handelte und es eigentlich Rinderbraten gab.
Bis 2006 wurden in den Tagen vorm 1. Mai die verwitterten Taferl neu bemalt. Dies waren immer recht gemütliche Treffen unter den künstlerisch begabten Burschen. Doch aufgrund schwindender Teilnahme und weil man einfach mal „was gscheids“ wollte, ließ man sich in diesem Jahr Taferl von einem Künstler malen und sandstrahlen. Diese halten nun für 20 Jahre.
Auch das letzte ultimative Highlight in Unterschweinbach ereignete sich 2006, als die Feuerwehr ihr 100jähriges Bestehen feierte. Bei Topacts wie DaHuawadaMeierundI und Haindling war der BVU vollzählig vertreten und man konnte sich ungefähr vorstellen, was die Messlatte für eine spätere Fahnenweihe der Burschen sein könnte.
Als dieses ereignisreiche Jahr dem Ende zuging und der Burschenverein wieder sein Weinfest veranstaltete, versuchte dieser natürlich wie immer, es all seinen Gästen recht zu machen. Und da die Aufkirchner Freunde ihre Freude daran fanden, leere Weinflaschen an die Wand zu werfen, einigte man sich auf einen guten Preis, und verkaufte einen Karton (leere!) Weinflaschen für einen kleinen Obolus. Man feierte bis in die Morgenstunden.
Seit 2007 nimmt der Burschenverein Jahr für Jahr meist erfolgreich am Egenhofener „Spiel ohne Grenzen“ teil. Im selben Jahre entschloss man sich, uns einheitliche Trachtenjanker zuzulegen. Diese wurden wahlweise mit passenden Hüten ergänzt. Außerdem wurde am 1. Mai, da kein Maibaum aufgestellt wurde, ein kurzfristig geplantes Maifest veranstaltet.
In der Jahreshauptversammlung des Jahres 2009 am 15.02. beschloss der Burschenverein mit großer Mehrheit, eine Fahnenweihe auszurichten. Diese Entscheidung macht sich in diesen  Tagen freudigerweise bemerkbar.

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